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Dank der Multi-Material- und Multi-Farb-Fähigkeiten des 3D-Druckers J5 MediJet können Chirurgen realistische Modelle zur Planung komplexer chirurgischer Eingriffe erstellen, was die Planung, die Ausbildung und die Behandlungsergebnisse für die Patienten verbessert

Das Universitätsklinikum Brest (CHU de Brest) in Frankreich verzeichnet nach der Einführung eines neuen 3D-Druckers durch den Stratasys-Vertriebspartner Cylaos erhebliche Verbesserungen bei den Verfahren zur präoperativen Planung. Durch die Installation erhalten Chirurgen bereits vor der eigentlichen Operation hochpräzise und detaillierte 360-Grad-Modelle der patientenspezifischen Anatomie, was chirurgische Risiken verringern und die Operationsdauer verkürzen kann. 

Laut Samuel Guigo, Radiologie- und 3D-Drucktechniker am CHU, ist die realistische Detailtreue der mit dem All-in-One-Drucker J5 MediJet – der mehrere Materialien und Farben verarbeiten kann – hergestellten 3D-Druckmodelle im Vergleich zu früheren monomaterialigen und monomaterialigen Optionen bahnbrechend und setzt einen neuen Standard für die medizinische Modellierung. 

„Die Genauigkeit, die wir nun mit den 3D-gedruckten J5-Modellen erreichen, bedeutet, dass unsere Chirurgen vor dem Eintritt in den Operationssaal weitaus besser ausgerüstet und vorbereitet sind, was die operativen Risiken durch verbesserte Sicherheit erheblich und messbar verringert“, erklärt er.

Guigo fügt hinzu: „Bei der Vorbereitung einer Gefäßoperation beispielsweise ist millimetergenaue Präzision unerlässlich. Mit dem J5 MediJet können wir dies nicht nur erreichen, sondern verfügen auch über die Flexibilität, die Modelle erneut zu drucken, um sie zu optimieren und optimale Ergebnisse zu erzielen, wobei wir sie bei Bedarf mit vollständiger Konsistenz reproduzieren können. Das war uns zuvor schlichtweg nicht möglich.“

Der Einsatz der fortschrittlichen 3D-Drucktechnologie von Stratasys ist, so Guigo, ein entscheidender Faktor für die Qualität der anatomischen Modelle, die das Krankenhaus herstellen kann. Dies werde, so sagt er, durch das Elastico™-Photopolymermaterial unterstrichen

„Wir können mit dem MediJet Modelle herstellen, die weitaus realistischer sind, als es unsere anderen 3D-Drucktechnologien zulassen. Mit dem Elastico-Material beispielsweise entsprechen die haptische Wahrnehmung und die Oberflächenglätte den weichen Arterien des Patienten viel genauer“, sagt er.

Die firmeninterne Stratasys-Kapazität behebt Qualitätsprobleme und deckt den Kapazitätsbedarf ab 

Die Mängel der bestehenden alternativen Technologien des Krankenhauses führten zudem dazu, dass die Herstellung einiger Modelle zuvor an externe Anbieter ausgelagert werden musste. Da die Qualität jedoch hinter den Anforderungen des Krankenhauses zurückblieb und zudem der Bedarf wuchs, das steigende Volumen besser zu bewältigen, war die Anschaffung des firmeninternen J5 MediJet aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll.

 

Verbesserung der Ausbildung und Patientenversorgung

Über die präoperative Vorbereitung hinaus kann der Einsatz patientenspezifischer, mit dem J5 MediJet 3D-gedruckter medizinischer Modelle die Behandlungsergebnisse verbessern, indem Komplikationen reduziert und die gesamte Genesungszeit sowie die Dauer des Krankenhausaufenthalts verkürzt werden. Darüber hinaus können Chirurgen mithilfe eines hochpräzisen, patientenspezifischen, 3D-gedruckten medizinischen Modells den Patienten vor der Operation bestimmte Erkrankungen und Eingriffe besser erklären, was nachweislich das therapeutische Verständnis und die Zufriedenheit der Patienten verbessert. 

 

Anatomical model

„Mit dem MediJet sind wir in jeder Hinsicht auf der Gewinnerseite“, fasst Guigo zusammen. „Wir können die Anforderungen des Wachstums besser bewältigen, haben Qualitätsprobleme behoben und gleichzeitig unsere Prozesse und Schulungsmaßnahmen verbessert.“

Die Installation des J5 MediJet am CHU de Brest wurde dank der Unterstützung durch den Innoveo-Stiftungsfonds des Krankenhauses ermöglicht, der darauf ausgerichtet ist, Projekte zu fördern, die die Versorgung, Lebensqualität und den Komfort der Patienten verbessern. Seit der Installation hat sich der Einsatz des J5 MediJet rasch auf verschiedene Krankenhausabteilungen ausgeweitet, darunter die interventionelle Neuroradiologie, die orthopädische Chirurgie, die Gefäßchirurgie, die Neurochirurgie sowie die biomedizinischen Dienstleistungen. 

Darüber hinaus wurde W.INN – das 2021 vom CHU de Brest gegründete Innovationszentrum – im Rahmen der Regierungsstrategie zur Beschleunigung der digitalen Gesundheit kürzlich als unabhängiges Versuchszentrum ausgewiesen. Damit positioniert sich das CHU weiter als wichtiger Akteur im Bereich der medizinischen Innovation auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Mit Blick auf die Zukunft ist es das nächste Ziel des CHU, eine eigene Abteilung für 3D-Druck einzurichten, die den Bedarf der Krankenhausabteilungen, des Forschungsteams und der Ausbildung abdeckt. Da sich das Krankenhaus darauf konzentriert, den allgemeinen Einsatz dieser Technologie im medizinischen Sektor voranzutreiben, besteht zudem die Vision, 3D-gedruckte anatomische Modelle für andere Krankenhäuser sowie für Hochschulen im Bereich der Biomedizintechnik herzustellen.