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3D-Druck für die Fertigung von Automobilteilen und im Werkzeugbau


Amanda

Amanda Laidler

Manufacturing Marketing Manager

Automotive with SSYS logo

So wählen Sie den besten 3D-Drucker für Ihre Anforderungen in der Automobilbranche aus

Vergleichen Sie 3D-Drucktechnologien, Materialien und Anwendungsbereiche im Automobilbereich, um die richtige Lösung für Prototyping, Werkzeugbau und Serienfertigung zu finden.

Auf einen Blick: 

In diesem Leitfaden untersuchen wir, wie Automobilhersteller die additive Fertigung nutzen, um Funktionsprototypen, Leichtbauteile, maßgeschneiderte Werkzeuge, Ersatzteile und Komponenten in der Kleinserienfertigung herzustellen. Wir behandeln die Materialien, Technologien und Produktionsstrategien, die Ingenieurteams dabei helfen, Werkzeugkosten zu senken, Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Montageeffizienz zu verbessern. 

Automobilunternehmen setzen die additive Fertigung über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs hinweg ein, von der frühen Konstruktionsvalidierung bis hin zu Produktionswerkzeugen und Endbauteilen. Je nach Anwendungsbereich können Hersteller Leichtbau-Bauteile für Hochleistungsfahrzeuge, Komponenten für die Kleinserienfertigung oder Ersatzteile produzieren, die über herkömmliche Lieferketten nur schwer zu beschaffen sind. 

Die Flexibilität der additiven Fertigung hilft Konstruktionsteams zudem dabei, Entwürfe schnell zu testen und zu verfeinern, ohne auf teure Werkzeuge oder Formen warten zu müssen. Dies beschleunigt die Entwicklung und ermöglicht es den Teams, form, fit and function bereits in einer frühen Phase des Prozesses zu validieren.  

Automobilhersteller nutzen zudem validierte Arbeitsabläufe für die additive Fertigung. In einigen Fällen umfasst dies die Unterstützung beim „Production Part Approval Process“ (PPAP), der dabei hilft, vor der Produktion zu überprüfen, ob die Produktionsteile definierte Fertigungs- und Konstruktionsstandards erfüllen. 

Heute nutzen Automobilhersteller die additive Fertigung für weit mehr als nur Konzeptmodelle und Funktionsprototypen. Serienreife Polymerteile werden zunehmend für Kleinserien, die Überbrückungsfertigung, Montageanwendungen und den Aftermarket-Support eingesetzt. Dieser Wandel ermöglicht es den Herstellern, mithilfe derselben digitalen Arbeitsabläufe und additiver Fertigungssysteme von der Designvalidierung direkt zur Herstellung von 3D-gedruckten Autoteilen überzugehen.

Arten von 3D-gedruckten Autoteilen

3D-gedruckte Autoteile werden in der Regel für Innenausstattungskomponenten, aerodynamische Außenverkleidungen, funktionale Fahrzeugteile und Ersatzteile verwendet. Automobilhersteller setzen diese Anwendungen in der gesamten Fahrzeugentwicklung, bei der Kleinserienfertigung, im Aftermarket-Bereich sowie bei Spezialfahrzeugprogrammen ein. Unterschiedliche Anwendungen erfordern unterschiedliche Materialien, von UV-beständigem ASA™ für Außenteile bis hin zu technischen Thermoplasten und Kunstharzen für Funktionskomponenten und Endbauteile sowie Produktionsteile. 

Innenausstattungskomponenten und Designvalidierung

Innenausstattungsteile für Fahrzeuge sind ein gängiger Anwendungsbereich der additiven Fertigung, da sie häufig eine individuelle Anpassung, schnelle Iterationen und hochwertige Oberflächenfinishes erfordern. Automobilhersteller nutzen den industriellen 3D-Druck für Armaturenbrettverkleidungen, Schalterblenden, Lüftungsdüsen, Befestigungshalterungen, Klammern und maßgeschneiderte Ausstattungselemente im Innenraum. 

Die PolyJet™-Technologie wird häufig für Konzeptstudien und Designprüfungen eingesetzt, da sie glatte Oberflächen, realistische Texturen und hochdetaillierte Prototypen erzeugen kann. 

So setzte beispielsweise Italdesign den Stratasys J750™ ein, um Innenraumkomponenten mit Marmoroptik für sein DaVinci-Konzeptfahrzeug herzustellen, darunter die Mittelkonsole, die Lüftungsdüsen und die Türverkleidungen. Das Unternehmen nutzte die PolyJet™-Technologie, um innerhalb enger Entwicklungsfristen äußerst realistische Texturen und Oberflächen zu erzielen, die mit herkömmlichen Methoden nur schwer zu erreichen gewesen wären. 

Italdesign used the Stratasys J750™
Italdesign used the Stratasys J750™ to produce marble-effect interior components for its DaVinci concept car

Karosserieteile

Bei Automobil-Außenbauteilen muss ein Gleichgewicht zwischen Optik und langlebigen Eigenschaften hergestellt werden. Hersteller nutzen die additive Fertigung zur Herstellung von Spiegelgehäusen, Zierelementen, Beleuchtungsblenden, Luftkanälen und aerodynamischen Bauteilen. 

Materialien wie ASA für FDM® kommen häufig zum Einsatz, da sie eine robuste UV-Beständigkeit und langlebige Witterungsbeständigkeit aufweisen und sich somit für den Außenbereich sowie für Anwendungen in der Kleinserienfertigung eignen.  

Die additive Fertigung ermöglicht zudem die Herstellung maßgeschneiderter Autoteile für Spezialfahrzeuge, Motorsportprogramme und Anwendungen mit geringen Stückzahlen. 

Roush used Stratasys Direct Manufacturing
Roush used Stratasys Direct Manufacturing to produce low-volume automotive production parts while reducing tooling costs and lead times

Unter der Haube und Funktionsteile

Anwendungen im Motorraum von Fahrzeugen erfordern Materialien, die Hitze, Vibrationen und mechanische Belastungen standhalten. Ingenieure nutzen die additive Fertigung, um Funktionsprototypen, Halterungen, Kanäle, Gehäuse und Fluidführungssysteme sowie serienreife Komponenten für spezielle Anwendungen im Automobilbereich herzustellen. 

Die FDM-Technologie unterstützt diese Anwendungen durch technische Thermoplaste, die speziell für die Funktionsprüfung und Fertigungsumgebungen entwickelt wurden. 

Die Teile sind das Ergebnis einer fast dreijährigen Konstruktions- und Entwicklungsphase, in deren Verlauf das NASCAR-Next-Gen-Fahrzeug vor seiner Markteinführung mehr als 37.000 Meilen im Testbetrieb zurücklegte. Die daraus resultierenden Windschutzscheiben-Belüftungsbaugruppen waren die ersten 3D-gedruckten Produktionsteile, die in der gesamten Flotte der NASCAR Cup Series zum Einsatz kamen. 

Nascar
We’ve helped NASCAR move from 3D printed prototypes to end-use production parts on its high-performance race cars.” – Pat Carey, Senior Vice president, Strategic Growth for Stratasys

Ersatz- und Altteile

Einer der größten Vorteile der additiven Fertigung ist die Möglichkeit, schwer zu beschaffende oder nicht mehr lieferbare Ersatzteile nachzufertigen. Anstatt physische Lagerbestände über Jahre hinweg zu führen, können Hersteller digitale Teiledateien aufbewahren und Komponenten nach Bedarf herstellen. 

Dies ist besonders nützlich für Oldtimer, Sonderprojekte und die Automobilproduktion in Kleinserien, bei denen die ursprünglichen Werkzeuge/Werkzeugbau-Unternehmen möglicherweise nicht mehr existieren. 

So half beispielsweise Stratasys Direct Manufacturing bei der Restaurierung des Rennwagens „Sampson Special“ aus dem Jahr 1930, indem veraltete Kühlerkomponenten mithilfe der PolyJet™-Technologie nachgebildet wurden. Dadurch konnten Ersatzteile präzise reproduziert werden, ohne auf herkömmliche Werkzeuge/Werkzeugbau zurückgreifen zu müssen. 

Special car
Using PolyJet 3D printing technology, we were able to help recreate obsolete radiator components for this 1930 Sampson Special race car.

Arten von 3D-gedruckten Werkzeugen für den Werkzeugbau in der Automobilindustrie

Zu den 3D-gedruckten Werkzeugen für die Automobilindustrie gehören die Werkzeuge, die während der Produktion zum Bau, zur Montage, zur Prüfung und zur Handhabung von Fahrzeugkomponenten verwendet werden. Dazu zählen Vorrichtungen, Halterungen, Formen, Roboterwerkzeuge und Prüfhilfen, die mittels additiver Fertigung hergestellt werden. 

Automobilhersteller setzen additiv gefertigte Werkzeuge in Montagelinien, Prüfstationen, Lackierbetrieben und additiven Fertigungssystemen ein. Im Vergleich zu herkömmlichen, durch Zerspanung oder maschinelle Bearbeitung hergestellten Werkzeugen lassen sich diese Werkzeuge oft leichter anpassen, schneller herstellen und eignen sich besser für die Kleinserienfertigung sowie für sich ändernde Fertigungsanforderungen.

Subaru
Subaru streamlined its tool-making process using FDM® additive manufacturing
jigs and fixtures.

Werkzeuge und Vorrichtungen

Werkzeuge und Vorrichtungen dienen dazu, Teile während der Fertigung und Montage zu positionieren, zu fixieren und zu führen. Automobilhersteller setzen diese Werkzeuge bei Schweiß-, Besäum-, Prüf- und Montagevorgängen ein, um die Konsistenz und Wiederholgenauigkeit auf der Montagelinie zu verbessern. Die additive Fertigung erleichtert die schnelle Herstellung von Leichtbau-Werkzeugen und deren Anpassung an geänderte Produktionsanforderungen. J.W. Speaker setzte 3D-gedruckte Fertigungsvorrichtungen ein, um die Produktionsabläufe zu unterstützen und gleichzeitig die Zeit für den Werkzeugbau im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um 89 % zu reduzieren.

Bar clamp printed with FDM PC-ESD on F900

Formen und Umformwerkzeuge

Automobilhersteller nutzen die additive Fertigung zur Herstellung von Werkzeugen für das Thermoformen, Werkzeugen für die Verbundwerkstoff-Laminierung sowie Umformwerkzeugen für Prototypen und Kleinserien. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren im Werkzeugbau lassen sich 3D-gedruckte Umformwerkzeuge schneller und kostengünstiger herstellen, insbesondere wenn sich die Konstruktionen während der Entwicklung häufig ändern. 99P Labs nutzte Stratasys zur Entwicklung eines Metalformwerkzeugs für Automobilanwendungen und trug so dazu bei, die Vorlaufzeiten für den Werkzeugbau zu verkürzen und gleichzeitig schnellere Iterationen und Tests während der Entwicklung zu ermöglichen.

eoat.

End-of-Arm-Greifwerkzeuge (EOAT)

Zu den Greifwerkzeugen (EOAT) zählen Robotergreifer, Bestückungswerkzeuge und Vakuumsysteme, die an automatisierten Fertigungsanlagen angebracht sind. Automobilhersteller setzen EOAT in Roboterhandhabungs-, automatisierten Montage- und Materialtransportsystemen in der gesamten Produktsionshalle / Werk /Fertigungshalle /Fertigungsstätte ein. Teams können leichtere Werkzeugkonstruktionen entwerfen und mehrere Funktionen in einem einzigen Bauteil vereinen, was zur Vereinfachung der Roboterwerkzeug-Einrichtung beiträgt. General Motors setzte FDM® Nylon 12CF zur Herstellung leichter Steigrohre für die Montagelinie / Produktionsstraße ein und reduzierte so das Gewicht im Vergleich zu Stahl um 72 %, während die Vorlaufzeiten von neun Wochen auf zwei Wochen verkürzt wurden.

General Motors

Montagehilfen und Prüflösungen

Montage- und Prüfhilfen unterstützen die Mitarbeiter dabei, während der Produktion Genauigkeit und Konsistenz zu gewährleisten. Zu diesen Werkzeugen zählen Messgeräte, Bohrführungen, Ausrichtungsvorrichtungen und Werkzeuge zur Prüfung der Passgenauigkeit. Mithilfe der additiven Fertigung können Ingenieure diese Werkzeuge schnell herstellen und sie während der Markteinführungs- und Hochlaufphasen einfacher anpassen.

jigs and fixtures.

Werkzeuge und Vorrichtungen dienen dazu, Teile während der Fertigung und Montage zu positionieren, zu fixieren und zu führen. Automobilhersteller setzen diese Werkzeuge bei Schweiß-, Besäum-, Prüf- und Montagevorgängen ein, um die Konsistenz und Wiederholgenauigkeit auf der Montagelinie zu verbessern. Die additive Fertigung erleichtert die schnelle Herstellung von Leichtbau-Werkzeugen und deren Anpassung an geänderte Produktionsanforderungen. J.W. Speaker setzte 3D-gedruckte Fertigungsvorrichtungen ein, um die Produktionsabläufe zu unterstützen und gleichzeitig die Zeit für den Werkzeugbau im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um 89 % zu reduzieren.

Bar clamp printed with FDM PC-ESD on F900

Automobilhersteller nutzen die additive Fertigung zur Herstellung von Werkzeugen für das Thermoformen, Werkzeugen für die Verbundwerkstoff-Laminierung sowie Umformwerkzeugen für Prototypen und Kleinserien. Im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren im Werkzeugbau lassen sich 3D-gedruckte Umformwerkzeuge schneller und kostengünstiger herstellen, insbesondere wenn sich die Konstruktionen während der Entwicklung häufig ändern. 99P Labs nutzte Stratasys zur Entwicklung eines Metalformwerkzeugs für Automobilanwendungen und trug so dazu bei, die Vorlaufzeiten für den Werkzeugbau zu verkürzen und gleichzeitig schnellere Iterationen und Tests während der Entwicklung zu ermöglichen.

eoat.

Zu den Greifwerkzeugen (EOAT) zählen Robotergreifer, Bestückungswerkzeuge und Vakuumsysteme, die an automatisierten Fertigungsanlagen angebracht sind. Automobilhersteller setzen EOAT in Roboterhandhabungs-, automatisierten Montage- und Materialtransportsystemen in der gesamten Produktsionshalle / Werk /Fertigungshalle /Fertigungsstätte ein. Teams können leichtere Werkzeugkonstruktionen entwerfen und mehrere Funktionen in einem einzigen Bauteil vereinen, was zur Vereinfachung der Roboterwerkzeug-Einrichtung beiträgt. General Motors setzte FDM® Nylon 12CF zur Herstellung leichter Steigrohre für die Montagelinie / Produktionsstraße ein und reduzierte so das Gewicht im Vergleich zu Stahl um 72 %, während die Vorlaufzeiten von neun Wochen auf zwei Wochen verkürzt wurden.

General Motors

Montage- und Prüfhilfen unterstützen die Mitarbeiter dabei, während der Produktion Genauigkeit und Konsistenz zu gewährleisten. Zu diesen Werkzeugen zählen Messgeräte, Bohrführungen, Ausrichtungsvorrichtungen und Werkzeuge zur Prüfung der Passgenauigkeit. Mithilfe der additiven Fertigung können Ingenieure diese Werkzeuge schnell herstellen und sie während der Markteinführungs- und Hochlaufphasen einfacher anpassen.

Warum sollte man den 3D-Druck für Autoteile und im Werkzeugbau nutzen?

Der 3D-Druck von Autoteilen und Werkzeugen bietet erhebliche Vorteile, da teure Formen entfallen, Vorlaufzeiten verkürzt werden und eine bedarfsgerechte Produktion ermöglicht wird. Diese Technologie ermöglicht es Herstellern, Entwürfe schnell zu optimieren, maßgeschneiderte Komponenten ohne kostspielige Umrüstungen zu produzieren und Ersatzteile digital zu speichern, anstatt große physische Lagerbestände vorzuhalten.  

Automobilhersteller nutzen die additive Fertigung zudem, um die Flexibilität in der Produktion zu verbessern, schneller auf technische Änderungen zu reagieren und die Abhängigkeit von langen externen Lieferketten zu verringern.

Reduce Cost Lead Times

Verkürzung der Vorlaufzeiten für Werkzeuge im Werkzeugbau

Die Zerspanung herkömmlicher Werkzeuge kann Wochen dauern, insbesondere bei Kleinserien, Prototypen oder Werkzeugen, die häufig aktualisiert werden müssen. Die additive Fertigung ermöglicht es Teams, direkt vom CAD-Design zur Produktion überzugehen, wodurch es einfacher wird, schnell auf Änderungen in der Fertigung und Produktionsprobleme zu reagieren. Subaru setzte den Stratasys F770™ ein, um die Fertigungszeit für Werkzeuge/Werkzeugbau um rund 50 % zu verkürzen, was dem Unternehmen half, schnellere Fertigungsanpassungen und Produktionsabläufe zu unterstützen. Digitale Bestände erleichtern zudem die Nachfertigung von Ersatzteilen und Werkzeugen, ohne dass große physische Lagerbestände über Jahre hinweg vorrätig gehalten werden müssen.

Special car

Unterstützung bei Fahrzeugeinführungen und technischen Änderungen

Fahrzeugprogramme werden während der Markteinführungs- und Hochlaufphase häufig weiterentwickelt. Konstruktionsänderungen, Prozessaktualisierungen und Passungsprobleme können kurzfristig Überarbeitungen der Werkzeuge erforderlich machen. Die additive Fertigung erleichtert die Aktualisierung von Werkzeugen, Vorrichtungen und Fertigungshilfsmitteln, ohne dass langwierige Prozesse der Zerspanung oder der Auslagerung neu gestartet werden müssen. Dies hilft Herstellern, ihre Produktionspläne einzuhalten und sich gleichzeitig schneller an technische Änderungen anzupassen.

A collection of 3D printed controllers using Stratasys PolyJet technology

Ersatzteile nach Bedarf fertigen

Hersteller können bei Bedarf Endbauteile und Ersatzkomponenten produzieren, anstatt große Lagerbestände vorhalten zu müssen. Dies ist besonders nützlich für Kleinserien, den Aftermarket-Support und Programme für ältere Fahrzeugmodelle, bei denen die Nachfrage unvorhersehbar sein kann.

Person frustrated at overcrowded warehouse of supplies due to stockpiling

Bestände und Abhängigkeit von Lieferanten reduzieren

Die firmeninterne Herstellung von Werkzeugen und Bauteilen hilft Herstellern, ihre Abhängigkeit von externen Lieferanten und langen Lieferketten zu verringern. Wenn Teams Werkzeuge, serienreife Komponenten und Montagehilfen firmenintern herstellen können, sind sie in der Lage, schneller auf Engpässe, Verzögerungen oder Produktionsänderungen zu reagieren. Karsan nutzte den Stratasys F770™, um Automobil-Endbauteile firmenintern herzustellen, und senkte so die Produktionskosten im Vergleich zur Auslagerung der Blechbearbeitung um bis zu 80 %, während die Produktionszyklen um 3–4 Wochen verkürzt wurden.

64 camera mounts in each build

Kleinserienproduktion wirtschaftlicher gestalten

Herkömmliche Fertigungsmethoden erfordern oft teure Investitionen in Werkzeuge/Werkzeugbau, die sich bei kleineren Fertigungsdurchgängen nur schwer rechtfertigen lassen. Dank der additiven Fertigung können Hersteller maßgeschneiderte Autoteile und Komponenten in kleinen Stückzahlen produzieren, ohne für jede Designvariante in neue Werkzeuge investieren zu müssen. Roush nutzte Stratasys Direct Manufacturing, um Endbauteile in der Kleinserienfertigung herzustellen und dabei im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsmethoden die Kosten für Werkzeuge zu senken und die Vorlaufzeiten zu verkürzen. Das Projekt umfasste auch PPAP-Unterstützung, um die Anforderungen der Automobilproduktion zu erfüllen.

Reduce Cost Lead Times

Die Zerspanung herkömmlicher Werkzeuge kann Wochen dauern, insbesondere bei Kleinserien, Prototypen oder Werkzeugen, die häufig aktualisiert werden müssen. Die additive Fertigung ermöglicht es Teams, direkt vom CAD-Design zur Produktion überzugehen, wodurch es einfacher wird, schnell auf Änderungen in der Fertigung und Produktionsprobleme zu reagieren. Subaru setzte den Stratasys F770™ ein, um die Fertigungszeit für Werkzeuge/Werkzeugbau um rund 50 % zu verkürzen, was dem Unternehmen half, schnellere Fertigungsanpassungen und Produktionsabläufe zu unterstützen. Digitale Bestände erleichtern zudem die Nachfertigung von Ersatzteilen und Werkzeugen, ohne dass große physische Lagerbestände über Jahre hinweg vorrätig gehalten werden müssen.

Special car

Fahrzeugprogramme werden während der Markteinführungs- und Hochlaufphase häufig weiterentwickelt. Konstruktionsänderungen, Prozessaktualisierungen und Passungsprobleme können kurzfristig Überarbeitungen der Werkzeuge erforderlich machen. Die additive Fertigung erleichtert die Aktualisierung von Werkzeugen, Vorrichtungen und Fertigungshilfsmitteln, ohne dass langwierige Prozesse der Zerspanung oder der Auslagerung neu gestartet werden müssen. Dies hilft Herstellern, ihre Produktionspläne einzuhalten und sich gleichzeitig schneller an technische Änderungen anzupassen.

A collection of 3D printed controllers using Stratasys PolyJet technology

Hersteller können bei Bedarf Endbauteile und Ersatzkomponenten produzieren, anstatt große Lagerbestände vorhalten zu müssen. Dies ist besonders nützlich für Kleinserien, den Aftermarket-Support und Programme für ältere Fahrzeugmodelle, bei denen die Nachfrage unvorhersehbar sein kann.

Person frustrated at overcrowded warehouse of supplies due to stockpiling

Die firmeninterne Herstellung von Werkzeugen und Bauteilen hilft Herstellern, ihre Abhängigkeit von externen Lieferanten und langen Lieferketten zu verringern. Wenn Teams Werkzeuge, serienreife Komponenten und Montagehilfen firmenintern herstellen können, sind sie in der Lage, schneller auf Engpässe, Verzögerungen oder Produktionsänderungen zu reagieren. Karsan nutzte den Stratasys F770™, um Automobil-Endbauteile firmenintern herzustellen, und senkte so die Produktionskosten im Vergleich zur Auslagerung der Blechbearbeitung um bis zu 80 %, während die Produktionszyklen um 3–4 Wochen verkürzt wurden.

64 camera mounts in each build

Herkömmliche Fertigungsmethoden erfordern oft teure Investitionen in Werkzeuge/Werkzeugbau, die sich bei kleineren Fertigungsdurchgängen nur schwer rechtfertigen lassen. Dank der additiven Fertigung können Hersteller maßgeschneiderte Autoteile und Komponenten in kleinen Stückzahlen produzieren, ohne für jede Designvariante in neue Werkzeuge investieren zu müssen. Roush nutzte Stratasys Direct Manufacturing, um Endbauteile in der Kleinserienfertigung herzustellen und dabei im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsmethoden die Kosten für Werkzeuge zu senken und die Vorlaufzeiten zu verkürzen. Das Projekt umfasste auch PPAP-Unterstützung, um die Anforderungen der Automobilproduktion zu erfüllen.

Die besten Materialien für 3D-gedruckte Autoteile

Unterschiedliche Anwendungen im Automobilbereich erfordern unterschiedliche Kombinationen aus Stabilität / Festigkeit, Temperaturbeständigkeit, Langlebigkeit, Flexibilität und Oberflächenfinish. Die Materialauswahl hängt davon ab, wo das Bauteil eingesetzt wird und welchen Bedingungen es standhalten muss. 

ASA (Acrylnitril-Styrol-Acrylat) 

ASA™ ist ein UV-beständiger Thermoplast, der häufig für Außenverkleidungen, Gehäuse und Kleinserienbauteile verwendet wird, die Witterungseinflüssen und Sonnenlicht ausgesetzt sind. 

ABS-Materialien: ABS-CF10™ und ABS-M30™ 

Langlebige technische Thermoplaste, die für Funktionsprototypen, Fertigungshilfsmittel und Serienbauteile verwendet werden, bei denen Stabilität / Festigkeit und Formstabilität gefragt sind. ABS-M30™ bietet verbesserte Stabilität und Schlagfestigkeit für Funktionsteile, Gehäuse und Werkzeuge im Bereich der Produktsysteme (Produktsysteme in der Produktsparte / im Werk / in der Fertigungshalle / in der Fertigungsstätte). ABS-CF10™ ist mit einer Kohlefaser-Verstärkung für höhere Steifigkeit versehen und eignet sich daher für leichte Halterungen, Werkzeuge und Strukturbauteile im Bereich des Leichtbaus. 

Nylon (PA12 und PA11) 

Nylon-Werkstoffe wie SAF™ PA12 und SAF™ High Yield PA11 bieten eine robuste Kombination aus Zähigkeit, Verschleißfestigkeit und geringem Gewicht und eignen sich ideal für Funktionsteile, Produktionswerkzeuge, Kanäle, Klammern, Halterungen und Roboterwerkzeuge, bei denen Haltbarkeit und Wiederholgenauigkeit wichtig sind. 

Polypropylen 

Polypropylen eignet sich für Anwendungen in der Automobilindustrie, die chemische Beständigkeit, Flexibilität und langlebige Eigenschaften erfordern. Es wird häufig für medienberührte Bauteile, Abdeckungen und Funktionsprototypen verwendet, bei denen wiederholte Bewegungen oder Schlagfestigkeit wichtig sind. 

Photopolymer-Kunstharze (ToughONE™ und Dura56™) 

Photopolymer-Materialien wie ToughONE™ für PolyJet™ und Dura56™ für P3™ DLP zeichnen sich durch glatte Oberflächenfinishes, feine Detailwiedergabe und robuste Maßgenauigkeit aus, wodurch sie sich für Innenraumkomponenten, Konzeptmodelle, Passformprüfteile und Produktionsteile eignen. 

Car seat adjustment level, printed with SAF™ PA12
Car seat adjustment level, printed with SAF™ PA12

Die besten Materialien für 3D-gedruckte Werkzeuge im Bereich des Werkzeugbaus in der Automobilindustrie

Werkzeugwerkstoffe für die Automobilindustrie müssen wiederholtem Einsatz, Temperaturschwankungen und anspruchsvollen Bedingungen in der Produktsionshalle / im Werk / in der Fertigungshalle / in der Fertigungsstätte standhalten. Unterschiedliche Werkzeuganwendungen erfordern unterschiedliche Kombinationen aus Stabilität / Festigkeit, Steifigkeit, Temperaturbeständigkeit und Langlebigkeit. 

Kohlefaser-Verbundwerkstoffe 

Kohlefasermaterialien verbinden geringes Gewicht mit hoher Steifigkeit und eignen sich daher besonders gut für den Werkzeugbau in der Automobilindustrie. Hersteller verwenden häufig Materialien wie FDM® Nylon 12CF für Werkzeuge und Vorrichtungen sowie Greifwerkzeuge für Roboter, bei denen eine hohe Leichtbau-Festigkeit bei geringem Gewicht sowie Wiederholgenauigkeit wichtig sind.  

Hochleistungs-Polymere  

Materialien wie das ULTEM™ 1010-Kunstharz bieten robuste Temperaturbeständigkeit, Chemikalienbeständigkeit und Formstabilität und tragen dazu bei, dass Werkzeuge auch bei wiederholtem Einsatz in der Produktion ihre Genauigkeit behalten. Diese Materialien werden häufig für Fertigungshilfsmittel in der Automobilindustrie, Verbundwerkzeugbau und Anwendungen eingesetzt, die in der Produktsionshalle höheren Temperaturen ausgesetzt sind. 

FDM-Thermoplaste für langlebige Vorrichtungen 

FDM®-Thermoplaste werden häufig für langlebige Fertigungsvorrichtungen, Bohrführungen, Prüfhilfen und Montagewerkzeuge eingesetzt. Materialien wie ASA™ werden häufig für langlebige Vorrichtungen und Werkzeuge verwendet, die regelmäßiger Handhabung und wechselnden Bedingungen in der Fertigung ausgesetzt sind. 

Polymere mit hoher Temperatur für Umformungsanwendungen 

Hochtemperaturpolymere werden für Werkzeuge zum Thermoformen, zum Auflegen von Verbundwerkstoffen und für Umformungsanwendungen eingesetzt, bei denen Temperaturbeständigkeit entscheidend ist. Sie tragen dazu bei, Werkzeuge schneller herzustellen, und unterstützen eine schnelle Kleinserienfertigung. 

3D-Drucktechnologien von Stratasys für Automobilteile und Werkzeugbau

Die Technologien von Stratasys unterstützen verschiedene Phasen der Automobilentwicklung und -produktion, von der Designvalidierung und der Herstellung von Prototyp-Bauteiln bis hin zu maßgeschneiderten Werkzeugen, Kleinserien-Endbauteilen und der PPAP-konformen Fertigung über Stratasys Direct Manufacturing. 

FDM® für Funktionsteile und Produktionswerkzeuge 

Die FDM-Technologie wird häufig für Funktionsprototypen, Produktionswerkzeuge und langlebige Serienteile eingesetzt. Die technischen Thermoplaste dieser Technologie eignen sich für Automobilanwendungen, die Festigkeit, Formstabilität und zuverlässige Leistung in der Produkionshalle / im Werk / in der Fertigungshalle / in der Fertigungsstätte erfordern. Hersteller nutzen FDM® üblicherweise für Montagevorrichtungen, Halterungen, Greifwerkzeuge und Komponenten in der Kleinserienfertigung. 

SLA für Prototyp-Bauteil und Werkzeuge/Werkzeugbau 

Die Stereolithographie wird für präzise Prototyp-Bauteile, aerodynamische Modelle und Werkzeuge/Werkzeugbau eingesetzt, die glatte Oberflächen und robuste Maßgenauigkeit erfordern. 

Automobilhersteller nutzen unsere Neo®-Systeme während der Fahrzeugentwicklung, um schnellere Tests und Design-Iterationen zu ermöglichen. 

PolyJet™ für visuelles Prototyping und Designprüfungen 

Die PolyJet™-Technologie erzeugt hochdetaillierte Prototypen mit glatten Oberflächen, feinen Strukturdetails und realistischen Texturen. Konstruktionsteams in der Automobilindustrie nutzen PolyJet™ für Innenraumkonzepte, Überprüfungen der Passform und Verarbeitung, ergonomische Studien sowie zur Designvalidierung, bei denen Optik und Genauigkeit eine wichtige Rolle spielen. 

SAF™ für Endbauteile, Produktionsteile 

Die SAF™-Technologie unterstützt die wiederholbare Fertigung von Polymer-Endbauteilen in größeren Stückzahlen. Sie ist für Fertigungsumgebungen konzipiert, in denen Konsistenz, Durchsatz und Wiederholbarkeit der Teile wichtig sind, und eignet sich daher für Kleinserienfertigung und Zwischenfertigungsanwendungen. 

P3™ für Kleinserien im Spritzgusswerkzeug 

Die P3™-Technologie ermöglicht hochpräzise Teile mit robuster Oberflächenbeschaffenheit und feinen Details. Automobilhersteller nutzen P3™ für Prototypen, Werkzeuge und Endbauteile, Produktionsteile sowie Kleinserien, bei denen spritzgussähnliche Qualität erforderlich ist, ohne die Kosten und Vorlaufzeiten des herkömmlichen Werkzeugbaus. 

Automotive Inspection Fixture.
Additive tooling enables inspection fixtures to be produced and revised quickly while supporting repeatability and usability.

Wie 3D-gedruckte Autoteile entworfen und beschafft werden

3D-gedruckte Automobilteile werden mit CAD-Software entworfen, die für die additive Fertigung (DfAM) optimiert ist und komplexe, leichtbauorientierte Geometrien ermöglicht. Die Teile werden entweder firmenintern gefertigt, um schnelle Iterationen zu ermöglichen, oder bei Servicebüros für Spezialwerkstoffe bezogen. Um Sicherheit und Konsistenz zu gewährleisten, durchlaufen die Komponenten den Produktionsfreigabeprozess (PPAP), der sicherstellt, dass sie den strengen Standards der Automobiltechnik entsprechen. 

CAD-Design und Design für die additive Fertigung 

Das Design für die additive Fertigung (DfAM) ermöglicht es Ingenieuren, Teile speziell für die additive Fertigung zu entwerfen, anstatt auf herkömmliche Verfahren der Zerspanung, maschinellen Bearbeitung oder des Gießens zurückzugreifen. 

Dadurch lassen sich leichter Gewichtsreduzierungen erzielen, mehrere Teile zu einer einzigen Komponente zusammenfassen und komplexere Geometrien erstellen, deren Herstellung mit herkömmlichen Verfahren schwierig wäre. 

GrabCAD Print™ und Software-Workflow 

Software wie GrabCAD Print™ unterstützt Ingenieurteams bei der Vorbereitung, Verwaltung und Überwachung von Arbeitsabläufen in der additiven Fertigung. 

Die Software vereinfacht die Druckeinrichtung und trägt dazu bei, die Wiederholbarkeit über verschiedene Drucker, Teams und Produktionsumgebungen hinweg zu gewährleisten. 

Firmeninterner Druck vs. On-Demand-Dienstleistungen für Teile 

Einige Automobilhersteller produzieren Werkzeuge und Teile firmenintern / eigen, um schnellere Iterationen und Produktionsflexibilität zu erreichen, während andere Dienstleistungen wie Stratasys Direct Manufacturing für Spezialwerkstoffe, PPAP-Unterstützung, Überbrückungsfertigung und zusätzliche Produktionskapazitäten nutzen. 

Viele Unternehmen nutzen je nach Anwendung, Produktionszeitplan und Fertigungsanforderungen eine Kombination aus beidem.  

Produktionsteil-Zulassungsverfahren (PPAP) für die Automobilindustrie 

Workflows im Rahmen des Production Part Approval Process (PPAP) tragen dazu bei, sicherzustellen, dass Endbauteile und Produktionsteile für die Automobilindustrie die erforderlichen technischen und fertigungstechnischen Standards erfüllen. 

Da die additive Fertigung zunehmend in die Automobilproduktion Einzug hält, helfen PPAP-gestützte Arbeitsabläufe den Herstellern dabei, Konsistenz, Rückverfolgbarkeit und Produktionsqualität zu gewährleisten. 

CAD Design