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Zentrum für Additive Technik der Universität Zagreb  

Eine 23 Jahre alte Frau kam in die Abteilung für Neurochirurgie des Universitätskrankenhauses Osijek in Kroatien mit einer gutartigen Wucherung am Schädelknochen. Der deformierte Teil des Schädels befand sich an der Stirn und war deutlich zu sehen. Die Ärzte stellten fest, dass abgesehen von der Entfernung des geschädigten Knochens auch die äußerlichen Deformierungen zu beheben waren, um die psychologischen Auswirkungen des Eingriffs auf die Frau zu verringern.

Üblicherweise erforderten solche Schädeloperationen chirurgische Eingriffe, um ein Knochenimplantat aus Polymethylmethacrylat (PMMA) für den Schädel des Patienten mithilfe von Silikonformen herzustellen. Doch die Ergebnisse solcher Formen waren aus ästhetischer Sicht nicht immer zufriedenstellend und die Herstellung war langwierig und teuer. Zudem dauerte die Operation lange und die Qualität des Ergebnisses blieb fraglich. Diese Patientin – wie viele andere auch – konnte jedoch die Vorteile der additiven Technik des 3D-Drucks genießen. Seit 2013 hat die Fakultät des Centre for Additive Technologies (CATeh) der Universität Zagreb mit 3D-gedruckten Materialien für medizinische Zwecke experimentiert.


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A 23-year old woman’s successful cranioplasty using 3D printing technology.

Erfolgreiche Schädeloperation einer 23-jährigen Frau mithilfe von 3D-Drucktechnologie.

„Vor Erfindung des 3D-Drucks mussten Chirurgen das Knochenimplantat per Hand formen. Das Ergebnis war aus ästhetischer Sicht eher unbefriedigend, die Operation dauerte länger und der Erfolg war fraglich. Mit dem 3D-Druck ist das Resultat sehr viel besser, weil die Implantate nach dem CT-Scan der Person gefertigt werden.“

Miodrag Katalenic, Universität Zagreb