Den Status quo beizubehalten ist einfach, besonders wenn alles gut zu laufen scheint. Wenn bewährte Methoden seit Jahrzehnten funktionieren, gibt es wenig Anlass, etwas zu ändern, das gut funktioniert. Das gilt für jeden Bereich des Geschäftslebens, einschließlich der Beschaffung. Doch Veränderungen sind unvermeidlich. Die COVID-Pandemie war ein deutlicher Weckruf, bestehende Beschaffungsmethoden neu zu bewerten. Darüber hinaus fügt die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fertigungstechnologie eine weitere Variable hinzu, die Beschaffungsmanager unter Druck setzt, Veränderungen zu erkennen und darauf zu reagieren.
Die gute Nachricht ist: Auch wenn Sie globale Umbrüche nicht vorhersagen können, können Sie den Fortschritten in der Fertigung einen Schritt voraus sein und sich entsprechend anpassen. In diesem Blogbeitrag untersuchen wir wichtige Innovationen in der Fertigung, die jeder Beschaffungsmanager kennen sollte, um sein Unternehmen agil und wettbewerbsfähig zu halten.
Moderne Fertigungstrends setzen sich aus mehreren wichtigen Elementen zusammen. Schauen wir uns jedes einzelne an und ihren Einfluss auf effektive Beschaffungsstrategien.
Industrie 4.0 ist der Begriff für die vierte industrielle Revolution. Im Kern geht es um die Transformation der Fertigung durch die Integration digitaler Technologien, Automatisierung und Datenanalyse. Die Kombination von physischer Hardware mit digitalen Technologien wie dem Internet der Dinge (IoT), Big-Data-Analysen, künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing schafft eine vernetzte und intelligente Fertigungskapazität.
Jedes Element spielt dabei eine entscheidende Rolle: Das IoT sorgt für die Vernetzung der Maschinen, überwacht die Leistung, erkennt Probleme und optimiert Arbeitsabläufe. KI und Algorithmen des maschinellen Lernens helfen Herstellern, bessere Entscheidungen zu treffen und Fehler zu erkennen, bevor sie auftreten. Big Data und Echtzeitanalysen leiten aus all diesen Informationen Erkenntnisse ab und optimieren Prozesse wie die Qualitätskontrolle sowie die Transparenz und Optimierung der Lieferkette.
Industrie 4.0 bedeutet nicht nur den Einsatz intelligenter Maschinen in der Produktsionshalle / im Werk / in der Fertigungshalle / in der Fertigungsstätte. Es handelt sich um eine ganzheitliche Veränderung des Fertigungsverfahrens, einschließlich der Lieferkette, die dieses Verfahren versorgt. Beschaffungsbeauftragte, die diesen Trend berücksichtigen, können ihre Effizienz durch eine bessere Lieferantenauswahl und ein besseres Vertragsmanagement steigern, Kosten durch optimierte Einkaufsentscheidungen senken und durch intelligentere Beschaffung und Logistik widerstandsfähigere Beschaffungsfähigkeiten erreichen.
Die additive Fertigung, allgemein bekannt als 3D-Druck, ist ein Trend, der aufgrund der Art und Weise, wie er die Fertigung verändert, Beachtung verdient. Ursprünglich als Rapid Prototyping entwickelt, hat sie sich zu einer vollwertigen Fertigungstechnologie entwickelt, die neben traditionellen Methoden wie Zerspanung, Gießen, Umformen und Fügen ihren Platz gefunden hat. Einer ihrer Hauptvorteile ist die Fähigkeit, physische Objekte ohne Hilfswerkzeuge herzustellen, wodurch ein kostspieliger und zeitaufwändiger Aspekt der traditionellen Fertigung vermieden wird. Zudem können Teile überall dort hergestellt werden, wo ein 3D-Drucker aufgestellt werden kann, und die dem 3D-Druck innewohnende Gestaltungsfreiheit ermöglicht individuellere Fertigungslösungen. Unterm Strich lässt sich sagen, dass die additive Fertigung bei vielen Anwendungen zu einer schnelleren, anwendungsoptimierten und in vielen Fällen kostengünstigeren Herstellung führt als herkömmliche Fertigungsmethoden.
Die Möglichkeit, bedarfsgerecht am Einsatzort zu produzieren, stellt das herkömmliche Konzept der Lieferkette auf den Kopf, bei dem eine zentralisierte Produktion die Vertriebskanäle versorgt. Obwohl dieses Modell viele Jahre lang funktionierte, haben Globalisierung, politische Umbrüche, Kriege und andere Faktoren seine Schwächen offenbart. Im Gegensatz dazu umgeht die additive Fertigung die Herausforderungen herkömmlicher Lieferketten, reduziert die Vorlaufzeiten erheblich und ermöglicht die Produktion dort und dann, wo sie benötigt wird. Beschaffungsbeauftragte, die die positiven Auswirkungen der additiven Fertigung auf die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette ignorieren, tun dies auf eigene Gefahr.
Veränderungen in der Regierungspolitik und den nationalen Handelsbeziehungen in Verbindung mit politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit haben dazu geführt, dass Unternehmen ihre Produktion wieder in ihr Heimatland (Onshoring) oder in ein Land in unmittelbarer Nähe (Nearshoring) verlagern. Zu den Vorteilen zählen eine bessere Steuerung der Fertigungsabläufe und der Qualität, besser vorhersehbare Preise und eine verbesserte Kostenstabilität sowie eine erhöhte Widerstandsfähigkeit der Lieferkette durch vereinfachte Logistik und geringere Abhängigkeit von Auslandsaktivitäten.
Die aktuellen Risiken für konventionelle Lieferketten stellen den ursprünglichen Zweck der Offshore-Produktion – nämlich die Kostensenkung – infrage. Im heutigen Umfeld bietet die lokale Produktion größere Vorteile, was aus Beschaffungssicht sinnvoll ist, da sie Risiken mindert und eine bessere Kostenkontrolle ermöglicht. Dazu gehören geringere Störungen in der Lieferkette, kürzere Vorlaufzeiten, Schutz vor globalen Kostenschwankungen und eine verbesserte Qualitätskontrolle.
Es sollte keine Überraschung sein, dass es in jedem wettbewerbsorientierten Geschäftsumfeld entscheidend ist, mit dem technologischen Fortschritt Schritt zu halten. Andernfalls riskiert man, ins Hintertreffen zu geraten und die Konsequenzen zu tragen. In der Fertigung gilt dieser Grundsatz für das gesamte Unternehmen, von der Fertigungsebene bis zur Beschaffungsabteilung.
Dies gilt insbesondere für die additive Fertigung. Ein Unternehmen, das sich bei der Entwicklung neuer Produkte ausschließlich auf herkömmliche Fertigungsmethoden wie veraltete Verfahren der Zerspanung und maschinellen Bearbeitung verlässt, läuft Gefahr, hinter schnellere Unternehmen zurückzufallen, die auf KI-gestütztes generatives Design und additive Fertigung setzen. Warum? Weil Letzteres den Entwicklungszyklus durch schnelleres Prototyping und Designoptimierung beschleunigen und Produkte letztendlich schneller auf den Markt bringen kann.
Das Verlassen auf veraltete Beschaffungsabläufe wie die manuelle Lieferantenauswahl und -prüfung kann den Vertragsabschluss verlangsamen und die Produktion verzögern. Dies kann zu verpassten Geschäftsmöglichkeiten und einem Wettbewerbsnachteil führen. Im Gegensatz dazu stehen KI-gesteuerte Beschaffungswerkzeuge, die Lieferantenentscheidungen automatisieren, was zu schnelleren Genehmigungen und verkürzten Vorlaufzeiten bei der Beschaffung führt. In der heutigen schnelllebigen Geschäftswelt ist es für Unternehmen einfach sinnvoll, bewährte Beschaffungspraktiken wie Automatisierung, datengestützte Entscheidungsfindung und Echtzeit-Transparenz in der Lieferkette zu nutzen, um Ineffizienzen zu vermeiden und Kosten zu senken.
Der erste Schritt bei jeder Veränderung besteht darin, zu erkennen, dass eine Veränderung notwendig ist. Der nächste Schritt ist die Entscheidung, wie und wo Sie sich engagieren, um Mehr über Initiativen und Technologien zu erfahren, die Ihr Unternehmen voranbringen und Ihnen fundierte Entscheidungen ermöglichen.
Beispielsweise ermöglichen Ihnen KI-gestützte Beschaffungs-Werkzeuge, schnellere und kosteneffizientere Entscheidungen zu treffen. Dies reduziert den Arbeitsaufwand, rationalisiert Abläufe und verbessert das Risikomanagement. Zu den Optionen, die Sie in Betracht ziehen sollten, gehören KI-basierte Plattformen wie GEP Smart, Coupa und SAP Ariba. Alle drei sind cloudbasierte Plattformen für Beschaffung und Lieferkettenmanagement, die Prozesse rationalisieren und Ausgaben optimieren.
Wie bereits erwähnt, ist der Einsatz der additiven Fertigung ein wirksames Mittel, um Störungen in der Lieferkette zu mindern und die lokale Produktion zu steigern. Auch wenn dies sorgfältige Überlegungen erfordert, können Sie klein anfangen und schrittweise wachsen, wie viele Unternehmen bereits erfahren haben. Eine der besten Möglichkeiten, die Vorteile dieser Technologie zu nutzen, ist die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister für additive Fertigung wie Stratasys Direct. Ein solcher Dienstleister kann gemeinsam mit Ihnen Anwendungsfälle identifizieren und Ihnen die Daten und Informationen bereitstellen, die Sie benötigen, um die Technologie letztendlich firmenintern / eigen zu implementieren.
Messen sind eine weitere wertvolle Gelegenheit, sich über aktuelle technologische Fortschritte zu informieren, insbesondere im Bereich der additiven Fertigung. Werfen Sie einen Blick auf die folgenden Fachmessen, die die Vorteile der additiven Fertigung in den Vordergrund stellen:
Betrachtet man die Vorteile der additiven Fertigung, so sind Zeit- und Kosteneinsparungen zwei durchgängige Vorteile, insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Fertigungsmethoden. Kostensenkungen ergeben sich oft aus dem Wegfall teurer Werkzeuge/Werkzeugbau, die je nach Anwendung eine erhebliche Investition darstellen können. Zeitersparnisse ergeben sich aus der Vermeidung langer Vorlaufzeiten bei der Auslagerung / Outsourcing und der Umgehung von Störungen in der Lieferkette, wodurch Teile letztendlich schneller zur Verfügung stehen.
Als Beleg für diese Vorteile zeigen die folgenden Beispiele, wie die additive Technologie Unternehmen greifbare Einsparungen ermöglicht:
Die Zukunft der Fertigung und ihre Auswirkungen auf die Beschaffung sind von ständiger Weiterentwicklung geprägt, und es ist die Pflicht jedes Beschaffungsbeauftragten, mit den Veränderungen Schritt zu halten, um nicht zu riskieren, dass sein Unternehmen ins Hintertreffen gerät. Die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Lieferkette durch neue Technologien festigt die Wettbewerbsposition eines Unternehmens, da sie die Anfälligkeit für Störungen verringert, die betriebliche Effizienz verbessert und eine schnellere Reaktion auf Marktanforderungen ermöglicht. Nutzen Sie die oben genannten Ressourcen, um über Best Practices im Beschaffungsmanagement sowie über aktuelle und zukünftige Trends in der Fertigung, einschließlich derjenigen im Zusammenhang mit der 3D-Drucktechnologie, auf dem Laufenden zu bleiben.
Als Komplettanbieter von Lösungen für die additive Fertigung verfügt Stratasys über die Hardware, Software, Service und den Support, um alle Fragen zu beantworten, die Sie bei der Erwägung dieser Technologie haben könnten. Kontaktieren Sie uns noch heute, und lassen Sie uns Ihre Fragen dazu beantworten, wie additive Technologien Ihrem Unternehmen zugutekommen können.