MA CAD/CAM wurde 1966 gegründet und ist ein in zweiter Generation geführtes Familienunternehmen mit Sitz in Deutschland, das von Michael Anger geleitet wird. Das Zahnlabor ist europaweit für seine Pionierarbeit im Bereich teleskopischer Prothesen und Brücken bekannt und verfügt über ein hochmodernes Fräszentrum mit modernster Technologie zur Herstellung maßgeschneiderter Lösungen. Herkömmlich erfolgt dies mittels CAD/CAM-Frästechnik. Als subtraktives Fertigungsverfahren kann das Fräsen zu Materialverschwendung führen und erfordert intensive Handarbeit durch hochqualifizierte Techniker. Es überrascht daher nicht, dass Herr Anger und sein Team aus 45 Zahntechnikern den 3D-Druck als ergänzende Technologie ins Auge fassten, die enorme betriebliche Vorteile für seine bestehenden, arbeitsintensiven Abläufe der Zahnmedizin bietet.
„Die Zahnmedizin durchläuft derzeit einen digitalen Wandel“, erklärt Herr Anger. „Für ein hochspezialisiertes Zahnlabor wie das unsere ist es entscheidend, bei allen technologischen Innovationen immer einen Schritt voraus zu sein, die unsere Dienstleistungen optimieren und schnellere Durchlaufzeiten ermöglichen. „Unsere ersten 3D-Drucker lieferten jedoch einfach nicht die für zahnmedizinische Anwendungen erforderliche Genauigkeit. Die Nachbearbeitung war zu arbeitsintensiv und erforderte den Einsatz von Isopropylalkohol.“
Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von intraoralen Scans bei seinen Kunden hat Herr Anger kürzlich sein Angebot im Bereich 3D-Druck überarbeitet. Nach eingehender Recherche investierte er in einen professionellen Stratasys J5 DentaJet-Multimaterial-3D-Drucker für mehrere Materialien, der für eine höhere Qualität und Genauigkeit bei dentalen Anwendungen ausgelegt ist und gleichzeitig die allgemeine Produktionseffizienz durch den gleichzeitigen Druck verschiedener Anwendungen verbessert. Nachdem sich der J5 DentaJet-Drucker äußerst problemlos in den bestehenden Arbeitsablauf des Labors integrieren ließ, entschied sich Herr Anger für die Anschaffung des J3 DentaJet-Druckers – eines kompakten Druckers mit ähnlichen Materialeigenschaften –, um seine Produktionskapazität zu erweitern, ohne zusätzlichen manuellen Arbeitsaufwand zu verursachen.
„Wir waren absolut beeindruckt von der extrem hohen Genauigkeit, die die DentaJet-Drucker erreichen“, erklärt Herr Anger. „Ich habe auf dem Markt keine vergleichbare Technologie gesehen. Präziser Druck und der Verzicht auf Nachbearbeitung garantieren eine hervorragende Passform für den Patienten, einen hohen Versorgungsstandard und eine verkürzte Behandlungszeit. „Der DentaJet mit PolyJet-Technologie hat uns neue Möglichkeiten eröffnet – wir können mehrere Materialien gleichzeitig drucken und so verschiedene biokompatible Anwendungen auf derselben Bauplatte herstellen: von festen und undurchsichtigen Implantatmodellen über weiche Gingivamasken bis hin zu transparenten chirurgischen Leitfäden. Es gibt nichts, was wir nicht drucken oder als Modell anfertigen können! Sogar Modelle von Ober- und Unterkiefer, die über einen Artikulator miteinander verbunden sind, wodurch Nachjustierungen entfallen, wie sie bei herkömmlichen Methoden sonst anfallen.“
Je nach Größe der Modelle kann Herr Anger dank der Bauplatten mit großem Fassungsvermögen bis zu 30 Modelle in einem Durchgang drucken. „Im Durchschnitt drucken wir nun monatlich rund 300 zahnmedizinische Anwendungen im 3D-Druck, was zu enormen Zeit- und Kosteneinsparungen führt“, sagt Anger. „Ebenso wichtig ist, dass ich dadurch keine qualifizierten Techniker beschäftigen muss, die verschiedene Drucker anwenden und zwischen den Druckläufen die Materialien wechseln. Unser Arbeitsablauf ist einfacher: Wir laden eine Schale ein und gehen weg.“
„Wir sind nun auch in der Lage, den Patienten ästhetisch ansprechendere Modelle zu präsentieren, da der 3D-Drucker die Farben der Schleimhaut und der Zähne anhand des Mundscans originalgetreu nachbilden kann. Dies ist für die Patienten ein absoluter Meilenstein, der ein deutlich besseres Kundenerlebnis bietet und gleichzeitig das Vertrauen der Patienten erheblich stärkt.“
Über diese Vorteile hinaus war der Farbdruck ein entscheidender Faktor für die weitere Individualisierung von 3D-gedruckten Modellen.
Der J5 DentaJet ermöglicht den Vollfarbdruck, wodurch realistische Zahnmodelle entstehen, die eine präzise Farbanpassung für Restaurationen ermöglichen. Dies führt zu schnelleren Endergebnissen und bietet die Möglichkeit, das Design bereits in einer frühen Phase des Entwicklungsprozesses zu perfektionieren. Jedes Modell, das unser Labor verlässt, ist ein Vorzeigeprodukt. Je besser das Modell, desto besser unser Ruf und desto einfacher die Arbeit für den Zahnarzt, insbesondere wenn es darum geht, Patienten hinsichtlich Restaurationen zu beraten.“
Mit Blick auf die Zukunft sieht Herr Anger im 3D-Druck ein enormes Potenzial. „Auf der IDS 2023 habe ich die nächste bahnbrechende Anwendung erlebt, die die Art und Weise revolutionieren wird, wie wir maßgeschneiderte zahnmedizinische Versorgungen für Patienten herstellen, indem ästhetische, monolithische, mehrfarbige Festprothesen mit zahlreichen Farbkombinationen produziert werden. Diese hochpräzisen, mehrfarbigen Prothesen machen das Verkleben von Zähnen überflüssig und werden den digitalen Arbeitsablauf durch die Reduzierung von Arbeitsaufwand und Materialverbrauch weiter optimieren.“