Eine Frage des Sounds

3D-Druck bietet die Entwurfsfreiheit für hervorragenden Sound

Der Erfolg eines Films hängt u. a. von großartigen Bildern und Sound-Effekten ab. Für Didier Kwak, einem renommierten Experten aus der französischen Tonbildbranche, ist in Ton und Bild nur die höchste Auflösung gut genug. Vor einigen Jahren bereits stellte Kwak fest, dass das Qualitätsniveau der erhältlichen akustischen Technologien nicht dem der visuellen Technologien entsprach. Das veranlasste Kwak dazu, eine akustische Reise in das als „Psychoakustik“ bezeichnete Feld zu machen; sich also mit der Wahrnehmung von Ton und deren psychologischen Auswirkungen auseinanderzusetzen.

An der Abnahme der Tonqualität, die Kwak seit den 1970er Jahren beobachtet hat, waren größtenteils die Verwendung billigerer Materialien, die von der Branche von den Herstellern der Tonanlagen verwendet wurden, sowie das Aufkommen der digitalen Musik-Streaming-Serviceleistungen schuld. „Jahrelang haben Hersteller immer leistungsfähigere Geräte entwickelt und dabei Material verwendet, das unter dem Standard lag. Dementsprechend erfüllt das Ergebnis nicht die Erwartungen an die Qualität“. Das schreckte Kwak jedoch nicht davon ab, sich auf eine Tonreise zu begeben, um seine eigene Tonanlage aus Holz und Metall zu erschaffen.


Dank additiver Fertigung konnten wir die Grenzen des Werkzeugbaus und der traditionellen Fertigung überwinden und ungewöhnlich geformte Bauteile nach Bedarf kostengünstig fertigen. Schon nach wenigen Tagen hielten wir die gefertigten Teile in unseren Händen – das wäre ohne die 3D-Drucker von Stratasys physisch unmöglich gewesen.“

Didier Kwak, Askja Audio

Askja kann die Oberflächen mit 3D-gedruckten Graten individuell gestalten, und für Kunden verschiedene „Häute“, wie z. B. Leder, verwenden

Die Stetigkeit des Wandels

Innovation ohne Herausforderungen ist selten, und obwohl Kwak von Branchenkollegen positives Feedback zu seinen hausgemachten Ergebnissen erhielt, gab es doch immer noch Raum zur Verbesserung, um – seinen Worten zufolge – „eine Brücke zwischen exquisiten Ton und Kunst zu schlagen“. Mit dem erklärten Ziel, eine Ultra-High-End-Tonanlage zu entwickeln, die genau seinen Vorstellungen entsprach, gründete Kwak 2014 Askja Audio.

3D-gedrucktes Verstärkerbauteil aus Kunstharz ULTEM 9085.

Abschließen lackiertes, 3D-gedrucktes Verstärkerbauteil.

Das Unternehmen für Tonanlagen stellte daraufhin Nachforschungen an und entdeckte, dass die Entwurfsfreiheit des 3D-Drucks ihnen die Möglichkeit gab, ohne jegliche geometrischen Einschränkungen jede beliebige Form zu erstellen, die sie sich ausdachten. „Diese Fähigkeit stellt mittlerweile einen Eckpfeiler bei der Entwurfsausführung und Fertigung unserer Hybridverstärker, Filter und Netzgeräte dar“, erklärt Kwak.

Da Askja Audio einen großen Bauraum benötigt, griff das Unternehmen auf den 3D-Drucker Stratasys Fortus 900mc™ zurück, einem System, mit dem sehr große, komplexe Bauteile gefertigt werden können. Sie nutzten den Kunstharz ULTEM™ 9085 und Material der Serie ASA, um den Teilen die Formstabilität und Festigkeit zu geben, um das Tonsignal in den elektronischen Komponenten ohne mechanische Verzerrung durch das Gehäuse zu übermitteln. Jegliche Verzerrung kann die elektronische Qualität der Komponenten und somit die Tonqualität beeinträchtigen.

Askja war auch in der Lage, komplexe Baugruppen neu zu entwerfen und sie in nur wenigen großen Teilen zu konsolidieren. „Der Hybridverstärker „Origin“ von Askja ist eines der größten Bauteile und weist ein kompliziertes, ungewöhnlich geformtes Design auf – zwei Schwierigkeiten, durch die eine Fertigung mit konventionellen Verfahren praktisch unmöglich gewesen wäre. Uns erwartete eine Wartezeit von mehreren Monaten und unglaublich hohe Ausgaben, nur um das Werkzeug dafür zu erstellen“, erläutert Kwak.

„Dank additiver Fertigung konnten wir die Grenzen des Werkzeugbaus und der traditionellen Fertigung überwinden und ungewöhnlich geformte Bauteile nach Bedarf kostengünstig fertigen. Schon nach wenigen Tagen hielten wir die gefertigten Teile in unseren Händen – das wäre ohne die 3D-Drucker von Stratasys physisch unmöglich gewesen.“

Das Unternehmen für Tonanlagen stellte daraufhin Nachforschungen an und entdeckte, dass die Entwurfsfreiheit des 3D-Drucks ihnen die Möglichkeit gab, ohne jegliche geometrischen Einschränkungen jede beliebige Form zu erstellen, die sie sich ausdachten.

Der Luxus-Hybridverstärker Origin von Askja.

Die additive Technologie ermöglichte Askja schließlich, den Kunden individuelle Gestaltungsoptionen der Oberfläche zu bieten, ohne Abstriche in der Effizienz der Tonanlage machen zu müssen. „... der Einsatz der additiven Fertigung, damit die Kunden das Design individuell anpassen können, stellt einen enormen Mehrwert dar“, sagt Kwak. „Dank dem Einsatz von Stratasys FDM-3D-Druck können wir unsere kreativen Entwurfsvorstellungen in die Tat umsetzen, und darüber hinaus stellt er einen wichtigen Teil des einzigartigen Verkaufsangebots von Askja dar, denn kein anderes Unternehmen für Tonanlagen hat je zuvor seine Endprodukte für additive Fertigung entwickelt.“

Hybridverstärker von Askja. 3D-Druck


Dank additiver Fertigung konnten wir die Grenzen des Werkzeugbaus und der traditionellen Fertigung überwinden...“

Didier Kwak, Askja Audio