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Aerialtronics

3D-Drucker ermöglichen geringere Kosten für die Entwicklung von Drohnen und kundenspezifische Lösungen

„Mit der 3D-Drucktechnologie von Stratasys konnten wir den Entwurf und die Entwicklung der Altura Zenith-Drohne erheblich schneller und kostengünstiger voranbringen. Das wäre mit konventionellen Methoden nicht möglich gewesen.“
— Joost Hezemans, Chefdesigner, Aerialtronics

Aerialtronics Hebt AB

Head designer at Aerialtronics

Joost Hezemans, Chefdesigner, Aerialtronics

Stratasys uPrint SE Plus 3D Printer

Aerialtronics verwendet den 3D-Drucker uPrint SE Plus.

Unbemannte Flugsysteme (Drohnen) zur zivilen gewerblichen Nutzung gehören aktuell zu den spannendsten zukunftsweisenden Technologien. Über 200 Flugsysteme des in den Niederlanden ansässigen Unternehmens Aerialtronics sind bereits im Einsatz und das Unternehmen ist bereit für weitere Systeme, die Anwendungen von Infrastrukturinspektionen und Kartografie über Viehbestandskontrolle und kreatives Filmen bis hin zu Werbung und Marketing abdecken.

Als kleines Unternehmen mit gerade einmal 35 Angestellten ist eine der größten Herausforderungen für Aerialtronics die Entwicklung von Systemen, die den Anforderungen unterschiedlichster Branchen entsprechen, ohne dabei die Unternehmensressourcen auf Dutzende von Einzelentwürfen verteilen zu müssen.

„Wir haben im Prinzip ein Konzept entwickelt, das auf einer Standardplattform beruht, die für einzelne Kunden und Anwendungen angepasst werden kann“, erläutert Joost Hezemans, ChefEntwickler bei Aerialtronics.

Dieses Produkt ist der Altura Zenith, dessen Optionen für jeden Kunden angepasst werden können, darunter die Anzahl und Leistung der Motoren, Ladekapazität, Flugzeiten und unterschiedliche Softwaresysteme. Zu den kundenspezifischen Teilen gehören auch Motorgehäuse, verschiedene Kardanringe sowie Kästen und Gehäuse für Hard- und Software. „Selbst die Entwicklung dieser begrenzten Anpassungen erforderte viele Entwurfdurchläufe und Prototypmodelle“, so Hezemans. „Der Prozess war langsam und teuer.“

Mit dem Ziel, die Entwicklungszeiten zu verkürzen und die Kosten einzudämmen, suchte Aerialtronics nach einer schnelleren, kosteneffizienteren Lösung. In enger Zusammenarbeit mit Stratasys baute das Unternehmen schließlich mit dem 3D-Drucker uPrint SE Plus von Stratasys einen internen 3D-Druckbetrieb auf.

F&E – um 50% schneller

Laut Hezemans hat Aerialtronics durch den internen 3D Druck seine Fertigungszeiten drastisch reduziert und ist auch bei F&E um etwa 50% schneller.

„Uns gefällt die Benutzerfreundlichkeit und dass man CAD-Konstruktionen in den 3D-Drucker von Stratasys eingeben kann. Außerdem verfügt das Material ABSplus über die perfekten Stabilitätsmerkmale, um einen komplett flugfähigen Prototypen zu bauen.“

Hezeman fügt hinzu, dass ABSplus sich für kundenspezifische Teile gut eignet. „Die Motoren zum Beispiel können große Hitze entwickeln. Daher ist es wichtig, ein Material zu verwenden, das diese Hitze aushalten kann und gleichzeitig die richtigen Eigenschaften bezüglich Stabilität und Gewicht aufweist. Die mit ABSplus im 3D-Druck gefertigten Motorbefestigungen verfügen über diese Eigenschaften.“

Höhenflug mit Endbauteilen aus dem 3D-Drucker

Während Aerialtronics von Anfang an geplant hatte, die Hauptplattform aus Kohlefasern zu konstruieren, setzt das Unternehmen für verschiedene Zusatzbauteile, die je nach dem Anwendungsbedarf des Kunden unterschiedlich groß sein können, nun ebenfalls 3D-Druck ein. Dazu gehören typischerweise 3D-gedruckte Teile zur Unterbringung unterschiedlich großer Sensorausrüstungen, Video-Downlink- und GPS-Systeme sowie unterschiedlich geformte Kästen für Verkabelung und elektronische Komponenten.

Der 3D Druck verschaffte Designern und Ingenieuren mehr Zeit, um einzelne Komponenten zu verfeinern. „Mit dem 3D-Drucker uPrint können wir eine Konstruktion an einem Tag anpassen und neue Teile über Nacht drucken, sie testen, sie noch ein wenig optimieren und noch einmal neu ausdrucken, um sie am nächsten Tag wieder zu testen“, so Hezemans. „Das heißt, dass die Entwürfe 5 bis 10 Überarbeitungen mehr erfahren als vorher. Wir konnten mehr 3D-Drucke erstellen, mehr sehen und mehr fliegen als vorher. Und dank des 3D-Drucks konnte das Produkt erheblich verbessert werden.“

„Mit der 3D-Drucktechnologie von Stratasys konnten wir den Entwurf und die Entwicklung der Altura Zenith-Drohne erheblich schneller und kostengünstiger voranbringen. Das wäre mit konventionellen Methoden nicht möglich gewesen“, fährt Hezemans fort.

Anwendungen? Alles ist möglich!

Der 3D Druck ermöglicht kleinen Unternehmen wie Aerialtronics sich auf internationalem Niveau zu messen, denn was zuvor zeitaufwendig und teuer war, wurde in einen verschlankten und kosteneffizienten Prozess umgewandelt. Kunden können durch die Verwendung von Drohnen und 3D-Druckern nicht nur Geld sparen, sie können durch ihren Einsatz auch Geld verdienen.

Die Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile gewerblich verfügbarer Drohnen haben eine weitaus größere Bedeutung als fantasievolle private Liefersysteme. Die Flugsysteme von Aerialtronics werden bereits von der Polizei und von Rettungsdiensten, von Energieversorgungsunternehmen und anderen Organisationen genutzt.

Das Unternehmen arbeitet darüber hinaus mit der U.S Federal Aviation Administration und der Civil Aeronautics Administration zusammen, um die Bedeutung ferngesteuerter Flugsysteme für Unternehmen besser zu verstehen und um bei der Entwicklung von Verordnungen und Richtlinien zu helfen, die einen effektiven Einsatz von Drohnen in möglichst vielen Branchen zur Folge haben.

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